Hydrogeologisches Monitoring

In Grundwasser-Erschließungsprojekten wird im Vorfeld der strukturellen Erkundungen und geophysikalischen Messungen eine Hydrogeologische Bewertung vorangestellt. Eine Aufnahme der vorhandenen Pegel- und Brunnenparameter im Zielgebiet, Ausführung erneuter Pumpversuche, Einbindung langzeitlicher Messdaten in ein Grundwassermodell, das insbesondere die tatsächlichen Entnahmen aus den Aquiferen berücksichtigt, ist die Basis zur Ermittlung des tatsächlichen Dargebots und der potentiellen Grundwasservorräte. Darauf aufbauend wird ein Erschließungsprogramm entwickelt, das unter Nutzung multitemporalen Satellitendaten die bestmöglichen Zielgebiete für die Grundwasserentnahme zu ermitteln hilft, die im Folgenden mit Geophysik vor Ort überprüft werden und optimierte Bohransätze liefern. Diese Vorgehensweise wird von uns weltweit in Kristallingebieten zur Kluftwassererschließung eingesetzt.

Zur Langzeitüberwachung und Sicherung der Resource Grundwasser kommen Monitoring-Messaufnehmer zum Einsatz, die in zusätzliche eigens dafür errichtete Überwachungsbrunnen eingebracht werden und die eigentlichen Produktionsbrunnen am Ende der Erschließung umgeben. Nach Kriterien der  Modellierung von Grundwasserströmung und Transport im Netz aller umgebender Grundwasserbohrungen dienen sie der aktiven Regelbarkeit von Grundwasserentnahmen z.B. bei Versalzungs- oder Kontaminationsgefahr.

Derlei Systeme werden vornehmlich auf Inseln (Wasserversorgung von Städten auf den Inseln Sansibar und Pemba 2009-2013) oder in der Nähe zu kontaminationsgefährdenden Objekten eingesetzt.

Ingenieurbüro für Geophysik und Historische Erkundung