Radon-Emanations-Messungen

In den Kristallingebieten der Erde entstehen in Tiefen um 1 km und tiefer radioaktive Zerfallsprodukte, darunter auch das Edelgas Radon, das entlang vertikaler Störungsstrukturen und Klüften bis an die Erdoberfläche gelangen kann. Was liegt daher näher, als die Konzentration dieses radioaktiven Gases nahe der Oberfläche zu messen, um eine Lokalisierung der Austrittsbereiche dieser offenen, also z.B. für Wasser wegsamen Störungsstrukturen im Gesteinskörper vorzunehmen.

Radonmessungen werden in gepackerten Flachbohrungen, die über die gesuchte Struktur als Profil im 5m-Raster in eigens bis 1 m Tiefe angelegten Bohrlöchern vorgenommen werden, ausgeführt und geben ein Maß an Radonzerfällen in der abgesaugten Bodenluft in Bq/m³. Da die Messapparatur insitu messen kann, wird eine schnelle Kartierung mit Ergebnissen noch im Gelände möglich. Meist werden die Messungen in grundwasserarmen und meist schwierig zu erschließenden Kristallingebieten Afrikas in Kombination mit verschiedenen EM-Verfahren, elektrischer Tomographie und Magnetik eingesetzt.

 

Radon-Konzentrationsmessungen in Raumluft sind ebenfalls mit der Apparatur Alphaguard 2000 möglich. Neben Einsätzen in Stollen (zur Qualitätssicherung bzgl. der Radonbelastung der im Tunnelbau Tätigen) und Wegsamkeitsstudien im Grundgebirge (Projekt Radon-Anomalie Umhausen/Österreich) können so auch nach Messungen in Wohngebäuden und Industriebauten nachträglich einzubringende Radonsperren gezielt geplant werden, deren Ausführungsplanung wir ebenfalls fachlich begleiten (Radonsperre einer denkmalgeschützten Gründerzeitvilla im Odenwald-Granit) und Areale höherer Belastung kartiert werden.

Informationsbroschüren zu Radon in Gebäuden:

RadonBroschüre_RLP.pdf
Radoninformationsbroschüre des Minsteriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz(768 KB)

Strahlenthemen „Radon in Häusern“
(PDF, 540 kB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Broschüre Radon in Gebäuden

 

 

Ingenieurbüro für Geophysik und Historische Erkundung