Forensische Geophysik

In der Kriminalistik sind Fälle von Morden ohne Leiche wie auch unbekannte Beuteverstecke Themen, in denen unser Büro weiterhelfen kann. In Zusammenarbeit mit den Ermittlern lassen sich Gepflogenheiten der Tatverdächtigen „profilen“ und so mögliche Zielgebiete der Untersuchung ermitteln. Danach erfolgt eine detaillierte Historie der Vorgänge und Abgrenzung der räumlichen und zeitlichen Zielpunkte. Diese können in freiem Gelände mit einer Kombination aus Luftbilddaten (Helikopterspezialkamera, historische multitemporale Luftbilder, Digitale Geländemodelle, Falschfarbendarstellungen interpretierter Anomalien in einzelnen Frequenzbändern) eine Vorauswahl der möglichen „Verstecke“ und „Vergrabepositionen“ liefern. Im Nachgang werden diese jetzt nur noch kleinräumigen Verdachtsflächen mit einem umfänglichen Programm an geophysikalischen Verfahren abgemessen. Dabei kommt das gesamte Methodenspektrum zum Einsatz, wobei verschiedene Georadarapparaturen (200MHz bis 1500MHz) und TEM-Elektromagnetik (EM61, MSG) deutlich die Hauptrolle spielen. In Gebäuden werden dazu auch Bauplananalysen und Kubaturvergleichsmessungen als Basis herangezogen, die über eine Historisch-Genetische Rekonstruktion der Liegenschaften eruiert wurden.

Sowohl Leichenverstecke, auch eingemauert in Wänden und selbst armierten Betonböden lassen sich so erkunden, wie auch „unnatürlich“ gelagertes Erdreich im Außenbereich. In einigen Fällen wurden auch Depotverstecke für die Staatsanwaltschaft mit dieser Methodik erkundet.

 

 

Ingenieurbüro für Geophysik und Historische Erkundung