Historische Luftbilder sind als Grundlage bei der beprobungslosen Erkundung von Liegenschaften hinsichtlich deren zeitlichen Veränderung unabdinglich. Sie dienen der Rekonstruktion der zeitlichen Entwicklung z.B. bei Industriestandorten. Aus multitemporale Sserien historischer Luftbildern lassen sich Altablagerungen luftbildsichtig orten und nutzungsspezifische Kontaminanten räumlich einengen (Schlämmlöcher, Abwasserfahnen, Kippen, Lackierplätze etc.).
Zur Luftbildauswertung stehen uns mehrere optische Stereoskop-Arbeitsplätze (Zeiss) zur Verfügung, als auch die digitale Bearbeitung zur Entzerrung, Georeferenzierung und auch statistischer Auswertung in einem GIS-System, das es auch ermöglicht, alle Zeitschnitte exakt übereinander zu superpositionieren und so eine multitemporale Auswertung in Hinblick auf altlastenspezifische Veränderungen ermöglicht.
Die Luftbildauswertung kann auch prinzipiell zur Grundstücks- und Liegenschaftsbewertung herangezogen werden. Multitemporale Luftbildserien tragen auch dazu bei, antropogen unveränderte Bereiche zu identifizieren.
Ein weiterer Bereich der Anwendung der Luftbildinterpretation stellt die hydrogeologisch/tektonische Auswertung von Arealen zur Störungs- und Kluftdetektion dar, um wasser-wegsame Trennflächen luftbildsichtig zu identifizieren und das darauf folgende Geophysik-Messprogramm zu optimieren. In vielen Erschließungsprojekten in Afrika haben wir die Methode standardmäßig jahrzehntelang mit Erfolg im Einsatz, in Verbindung mit Fernerkundungsverfahren seit deren Entwicklung.