Geoelektrische Messverfahren messen den scheinbaren spezifischen elektrischen Widerstand des Untergrundes in verschiedenen Tiefen. Je nach Geometrie der Messkonfiguration lassen sich unterschiedlichste Auslagentypen und Aussagetiefen einrichten. Dazu stehen verschiedene Messapparaturen bis 1200W Ausgangsleistung für tiefe Sondierungen bis 1000 m Tiefe, als auch leichte sehr mobil einsetzbare Apparaturen geringer Leistung für oberflächennahe Fragestellungen zur Verfügung.
Neben klassischen Elektrik-Sondierungen und Kartierungen zur punktuellen Leitfähigkeitsübersicht oder profilhafter schneller Kartierung, werden so genannte Geoelektrik-Tomographien mit Multi-Elektroden-Konfigurationen (mit bis zu 120 Sonden) ausgeführt, die eine Pseudeosektion des spezifischen elektrischen Widerstands des Untergrundes liefern (Quasi-2D-Schnitt) oder auch eine schichtweise flächige Darstellung der Leitfähigkeitsverteilung des Untergrundes aufzeigen lassen. Der Einsatz vornehmlich der Multielektrodenanordnung ist sehr vielgestaltig. So lassen sich neben klassischen geologischen Erkundungen und Fragen zum Baugrund entlang von Trassen strukturelle Bodenbeschaffenheiten über die Modelle ableiten, als auch Hohlräume, Inklusionen, Stufen, Beckenfüllungen, Verwitterungstaschen, Störungen und Auffüllungen kartieren, Bereiche unterschiedlicher Durchfeuchtung differenzieren, der Deichaufbau erkunden, allgemeine Deponieerkundung und Baugrundfragestellungen lösen, als auch Lagerstätten prospektieren.