Das Georadar-Verfahren (GPR) eignet sich vornehmlich zur Erkundung sehr oberflächennaher Strukturen und wird in der Objektsuche der obersten Meter des Untergrundes eingesetzt. Es zeichnet sich durch seine hohe laterale und vertikale Auflösung aus und eignet sich so zur Ortung nahe an der Oberfläche gelegener Strukturen, vornehmlich in magnetisch gestörten Umgebungen.
Bei den Messungen werden hochfrequente elektromagnetische Wellen (80MHz bis 1.5 GHz) in den Untergrund abgestrahlt und von Störkörpern reflektiert und gestreut. Aus den gemessenen Signalen kann der Ort und die Tiefenlage des Objektes sehr genau bestimmt werden. Ideale Durchdringungen werden in trockenen Böden erzielt, während bei zunehmender Durchfeuchtung des Bodens die Eindringtiefe abnimmt.
Typische Anwendungen sind die Ortung von Kabeln, Rohrleitungen, Fundamenten, Fässern und anderen Einlagerungen, die Lagebestimmung von Hohlräumen und Gangstrukturen, Störungen , Klüftungen, Rissen in Festgesteinen und Bauwerken, sowie Untersuchung der obersten Bodenschichten im Straßenbau (zur Qualitätskontrolle), Kampfmittelerkundung im Nahbereich magnetischer Störkörper (Bomben im Schienenbereich) und andere Fragestellungen zur Untersuchung der obersten 3 Meter des Untergrundes.
Niederfrequente Antennen erreichen bei verringerter Auflösung in geeignetem Untergrund jedoch Aussagetiefen bis 20 m ( Projekt in Wyoming zum Auffinden von Sauropoden in der Wüste zur Gewinnung unverwitterter kompletter Saurierskelette, Projekt archäologische Objekte in der Sahara, Projekt Bunker unter Brandenburgs Dünen). Die Auswahl der Antennen (Frequenzen) an die Fragestellung des Kunden garantiert so eine Optimierung des Ergebnisses, meist in Kombination mit weiteren geophysikalischen Verfahren.