In der Sanierung von Grundwasserschadensfällen haben wir viele Projekte unmittelbar nach der Wende in den neuen Bundesländern mit Schwerpunkt um Bitterfeld ausgeführt. Durch integrierte geophysikalische Erkundung von Braunkohle-Restlöchern und Spüldeponien konnten Kontaminationspfade und Schichtstruktur der Kontaminanten modelliert werden, die eine Gefährdungsabschätzung zulassen und gezielte Sanierungsmaßnahmen ermöglicht werden (Veröffentlichung: Buch Grundwasserschadensfälle durch Bodenkontaminationen, 1996, ISBN 3-89367-065-3).
Durch eine Verbesserung der geophysikalischen Untersuchungskonzepte konnten Lecks in Kavernen, Deponie-Abdichtungen und Leitungen geortet werden und Schadensfälle so eingegrenzt werden oder deren Ursache erkannt werden. Monitoringverfahren zur Langzeitüberwachung wurden ebenso umgesetzt, wie messtechnische Erfassung der Kontaminanten selbst durch den Einsatz geeigneter Verfahren. Auch in der Sanierungsphase dienen geophysikalische Verfahren der Langzeitbeobachtung und Qualitätskontrolle der Maßnahme (Veröffentlichung: Buch Grundwasserschutz und Grundwasserschadensfälle, 1994, ISBN 3-540-57945-1).
Wir haben auch Sanierungen von Kohlenwasserstoff-Kontaminationen geplant und ingenieurtechnisch ausgeführt. In einem Heizölunfall in Südhessen, wo in dicht überbautem Stadtgebiet 10.000 Liter Öl in das Grundwasser gelangten, haben wir ein angepasstes Sanierungskonzept geplant und ausgeführt. Wir konnten so Jahrzehnte nach der Havarie durch spezielle Skimmer, die auf der durch große Pumpeinheiten abgesenkten ursprünglich gespannten Grundwasseroberfläche in einem luftdruckgesteuerten Nachführungsverfahren innerhalb 6 Monaten über 1500 Liter reinen Öls aus der Kontaminationsfahne zurückgewinnen und aus dem Grundwasser entfernen, wobei mittels eines Pegelsystem eine Langzeitüberwachung der Umgebung, mittels regelmäßiger Bauwerkskontrollen die Setzrissgefährdung während der Pumpmaßnahme (um 30m³/h) und über die regelmäßigen Wasseranalysen der Absorbertürme die Wiedereinleitqualität in den Vorfluter gewährleistet wurde.
1991 haben wir am Verbundverfahren Deponieuntergrund der BGR teilgenommen, 1997 als Mitautor im Handbuch zur Erkundung des Untergrundes von Deponien und Altlasten (Springer, ISBN: 3-540-59462-0) mitgewirkt.