Luftbildauswertung
Historische Luftbilder sind als Grundlage bei der beprobungslosen Erkundung von Liegenschaften hinsichtlich deren zeitlichen Veränderung unabdinglich. Vornehmlich dienen multitemporale Luftbildserien aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und der Jahre danach der Ermittlung einer potentiellen Kampfmittelbelastung des Untergrunds. Die im Rahmen der Historisch-Genetischen Rekonstruktion ausgewerteten kriegshistorischen Dokumente, wie Angriffspläne und Bestückungslisten der alliierten Flugzeuge, Kriegsschadenlisten und Zeitzeugenaussagen, stellen die Bewertungsbasis der Luftbilder dar, die oft zur Qualitätskontrolle vor und nach den jeweiligen Angriffen erstellt wurden und heute in den britischen Luftbildarchiven (JARIC, ACIU) und dem US-amerikanischen Archiv NARA vorliegen.
Zur Luftbildauswertung stehen uns mehrere optische Stereoskop-Arbeitsplätze (Zeiss) zur Verfügung, als auch die digitale Bearbeitung zur Entzerrung, Georeferenzierung und auch statistischer Auswertung in einem GIS-System, das es auch ermöglicht, alle Zeitschnitte exakt übereinander zu superpositionieren und so eine multitemporale Auswertung in Hinblick auf alle kriegsrelevanten Veränderungen ermöglicht.
Blindgängerverdachtspunkte, als auch Schanzgräben und Stellungen lassen sich so identifizieren und oftmals genau verorten (im Overlay mit der heutigen Situation).
Langjährige Erfahrung im Umgang mit historischen Luftbildern garantiert dem Kunden eine sorgfältige Interpretation.