Elektromagnetik im Frequenzbereich arbeitet induktiv durch Messung sekundärer Felder durch geeignete Spulen-Konfigurationen aktiv mit entsprechenden zugehörigen Sendereinheiten oder passiv unter Nutzung externer Sender. Die Verfahren bieten ein sehr breites Spektrum und eignen sich zur Kartierung elektrischer Leitfähigkeiten zu bestimmten Aussagetiefen aber auch zu deren Sondierung zu großen Tiefen.
Durch unsere Spezialisierung auf diese Verfahren halten wir eine Vielzahl unterschiedlicher Apparate und Konfigurationen einsatzbereit. Vornehmlich in afrikanischen Savannen und Steppengebieten kommen Kombinationen der Verfahren zum Einsatz, um kartierend längs Profilen Leitfähigkeitssondierungen des Untergrundes aufzuzeichnen und die besondere Eigenschaft der Verfahren, steilstehende Inhomogenitäten (wasserführende Klüfte) in Lage und Inklination gut modellieren zu können, für die Bestätigung tektonischer Modelle und Bohransatzpunkte für Wasserbohrungen bis 150 m Tiefe im Kristallin zu nutzen.
Sowohl einfache oberflächennah arbeitende Geräte (wie Geonics EM31 und EM34) für Aussagetiefen bis 50 m, als auch Max-Min-Systeme (APEX MAXMIN1-5, 1-10) mit Frequenzsondierungsmöglichkeiten von 110HZ bis 56.6kHz und Auslagen bis mehrere Hundert Meter (Aussagetiefen um 500 m maximal), als auch sideways kartierende Apparaturen zum Einsatz unter Flüssen, von Land aus gemessen (Scintrex-GENIE) oder unzugänglichen Gebieten (kabellose Messung zwischen Sender und Empfänger) kommen dabei zum Einsatz. Daneben sind mehrere VLF-Apparaturen im Hause (Scintrex-EDA-Omniplus, Geonics EM16), die ehemalige U-Boot-Navigationssender als Primärsignal nutzen und 2D-Modelle der Stromdichteverteilungen im Untergrund liefern, was zur Kartierung der Verwitterungsdeckschicht und Eintaschungen in Aridgebieten sehr hilfreich ist. Bei Empfangsproblemen der VLF-Sender verfügen wir über einen starken eigenen VLF-Sender mit 1000m Antenne (Geonics TX27).
EM-Verfahren werden meist im kartierenden HLEM-Mode eingesetzt und lassen schnelle strukturelle Kartierungen von tektonischen Störungszonen zu. Ihr Einsatz ist vornehmlich in der Kluftwassererschließung in ariden und semi-ariden Zonen der Erde, bei der Rohstoff-Exploration und auch geologischen Strukturkartierungen zu finden.
Durch die vielen Varianten, die wir in vielen Projekten in Afrika, Amerika und Asien in den letzten 30 Jahren einsetzten, besteht eine exakt auf die Fragestellung abgestimmte Methodenwahl und das breiteste Spektrum der in Deutschland angebotenen EM-Verfahren.