Elektromagnetische Messungen im Zeitbereich werden sowohl zur oberflächennahen Erkundung von Eisen- und Nichteisenmetall-Objekten eingesetzt, als auch zur Erzexploration, hier mit Aussagetiefen um 250 m.
Es handelt sich um ein aktives transienten-elektromagnetisches Verfahren (TEM), das das Abklingen eines Sekundärfeldes, das in einem Leiter im Untergrund durch ein Primärfeld angeregt wird, misst und so fokussiert Aussagen über Leiter im Untergrund zulässt. Bei kleinen Spulendimensionen (1 m) sind die Aussagetiegen im Bereich von 1.6 m. Diese Methode eignet sich zur Aufsuche und flächiger Kartierung nichtmagnetischer Metallteile im Oberflächenbereich (Archäologie, Kampfmittel, vornehmlich glächenhafte Kleinmunitionskartierung mit Geonics EM61).
Bei großen Auslagen der Spulen und entsprechender Leistung des Primärfeldes lassen sich geologische Einheiten kartierend sondieren und insbesondere Erzlagerstätten in den oberen 250 m Tiefe erkunden. Entsprechende Untersuchungen können auch Inhomogenitäten von tiefen Dichtflächen erkunden helfen (Projekt PROTEM-Messungen im Umfeld der Sondermülldeponie Münchehagen).